Elbtunnelblick Jahresbericht 2011
Geschrieben von Daniel am 17. January 2012 | Abgelegt unter Beobachtungen, Elbtunnelblick.de, Microstockagenturen, Stock Footage, Umsatzauswertung Spreadshirt, Umsatzauswertungen Fotolia
Das neue Jahr hat bereits die ersten Wochen hinter sich und somit ist es wieder Zeit für einen Bericht über das letzte Geschäftsjahr.
Im folgenden könnt Ihr nachlesen, wie sich der Elbtunnelblick historisch & finanziell entwickelt hat und über welche Vertriebskanäle die größten Wachstumsraten erzielt werden konnten.
Denn viele stellen sich die Frage: Was kann man mit Fotolia, Spreadshirt, Zazzle und co eigentlich verdienen?
Der Elbtunnelblick lässt auch dieses Jahr wieder die Hosen runter und veröffentlicht seine Zahlen für das Jahr 2011.
Zunächst ein kurzer persönlicher Rückblick über meine Gesamtentwicklung.
Hinter dem Elbtunnelblick stecke ich, Daniel – ein Hamburger Jung, 31 Jahre alt, mit abgeschlossenem Kommunikationsdesigstudium.
Die damals schon herrschenden Arbeitsbedingungen in der Werbebranche veranlassten mich Ende 2007, nach meinem Studienabschluss, nach Alternativen zu suchen um nicht mit Anfang 40 den ersten Herzinfarkt überstehen zu müssen.
Zur gleichen Zeit stieg mein politisches Interesse an dem “bedingungslosen Grundeinkommen” von Götz W. Werner*. Mir wurde aber auch klar, dass ich nicht auf ein Grundeinkommen von staatlicher Seite hoffen konnte, und so sah ich mich nach eigenen Möglichkeiten um.
Wer von dem bedingungslosen Grundeinkommen noch nie etwas gehört hat und sich informieren möchte, findet im Netz einige interessante Videos.
Ende 2007 habe ich erstmals versucht über die Microstockagentur Fotolia* etwas Geld zu verdienen. Im Jahr 2007 hatte ich , durch den Verkauf von Fotos und Grafiken, durchschnittlich 30 Euro pro Monat erwirtschaften können.
Im Juni 2008 bin ich auf Spreadshirt gestossen. Ab diesem Zeitpunkt versuchte ich auch mein Glück als Shirt Motiv Gestalter. Das erste Spreadshirt-Jahr brachte mir durchschnittlich 120 Euro pro Monat ein.
Von meinen Anfängen bis zu der heutigen Situation, habe ich mal mehr und mal gar keine Arbeit in mein persönliches Grundeinkommen gesteckt. Wie auch immer – die Einnahmen kommen heute stetig auf mein Konto gepurzelt. Ob ich in Thailand Urlaub mache oder am Rechner neue Grafiken erstelle.
Insofern habe ich die Bedingungslosigkeit mittlerweile erreicht. Die Höhe des Grundeinkommens darf aber gerne noch etwas steigen.
Im folgenden Abschnitt findet Ihr die Entwicklung meiner verschiedenen Online Einkommensmöglichkeiten. Es gibt durchaus auch noch andere Vertriebsmöglichkeiten, die ich für mich jedoch ausgeschlossen habe. Gerade im Microstockbereich tummeln sich viele “Agenturen”, die man theoretisch alle gleichzeitig beliefern kann. Eine Übersicht darüber findest Du hier.
FOTOLIA.DE
Seit Beginn meiner Fotolia* Mitgliedschaft verzeichne ich kontinuierlich jährliche Zuwächse. So auch im letzten Jahr 2011.

Insgesamt konnte ich 5914,96 Euro durch den Vertrieb von Bildmaterial über Fotolia* verdienen. Das entspricht einer Steigerung um ca. 24% zum Vorjahr. Mein Bildbestand hat sich im Jahr 2011 um ca. 15% vergrößert.
Heute befinden sich 364 Grafiken/Fotos/Videos in meinem Fotolia Portfolio, die sich immer mal wieder verkaufen und mir meine o.g. Provision bescheren.
Das Gute an dem Microstock Modell:
Man muss nicht ständig neue Bilder nachschieben wenn sich eines verkauft hat, da man nicht die Bilder exclusiv verkauft, sondern nur eine Nutzungslizenz.
Dadurch steigt mit einem größeren Portfolio natürlich auch das Einkommen stetig.
SPREADSHIRT.DE
Eine weiter Einkommensquelle ist Spreadshirt*. Bei Spreadshirt verkaufe ich Grafiken, die auf T-Shirts gedruckt werden. Der Kunde stellt sich sein Shirt selbst zusammen (wählt das Shirt, die Farbe, Größe und platziert dort ein Motiv drauf, lässt es herstellen und bekommt es per Post nach Hause). Ich werde von Spreadshirt über eine Motivprovision an dem fertigen Produkt beteiligt, wenn der Endkunde eines meiner Motive ausgewählt hat.

Bei Spreadshirt ist ebenfalls eine ansehnliche Steigerung zum Vorjahr zu Stande gekommen. Im Jahr 2011 habe ich insgesamt 5198,22 Euro an Provisionen, durch den Verkauf von bedruckten Textilien, von Spreadshirt* erhalten.
Auf dem Chart kann man erkennen, dass sich zum Vorjahr hauptsächlich das Weihnachtsgeschäft extrem abhebt. Ohne diesen extremen Ausschlag, hätte ich nur eine Steigerung um 3% verkünden können. So aber liegt das Wachstum bei guten 29%.
SPREADSHIRT.COM
Der amerikanische Ableger* von Spreadshirt, der auch den kanadischen Raum bedient, kommt bei mir immer noch nicht so richtig aus dem Dutt. Spreadshirt selbst hat in seinem Presseportal von ganz netten Wachstumszahlen auf dem amerikanischen Markt berichtet, die sich bei mir jedoch nur bedingt niederschlagen.
Das hat aber mit Sicherheit auch etwas mit meinem schlechten Vokabelfundus beim verschlagworten der Motive zu tun.
Wie auch immer.
Ein kleiner monetärer Zuwachs besteht auch hier. Aus Amerika kamen insgesamt ca. 315 Euro auf mein Provisionskonto. (Wechselkursschwankungen nicht einbezogen)

Das Wachstum in Prozent klingt super (nämlich satte 45%). Jedoch ist der Ausgangswert mit 224 Euro in 2010 leider etwas niedrig
ZAZZLE.DE
Zazzle ist eine ähnliche Plattform wie Spreadshirt. Der größte Unterschied ist jedoch, dass es keinen richtigen Marktplatz gibt. Verdienen kann man hauptsächlich über einen eigenen Shop, was mir aber bisher zu mühselig erschien. Die riesige Produktvielfalt ist wiederum ein großer Vorteil gegenüber Spreadshirt. Hier* gibt es fast alles, was bedruckbar ist.

Angefangen hab ich bereits 2009 bei Zazzle.com, allerdings hab ich die Handhabung der Seite nicht so ganz verstanden. 2010 habe ich bei Zazzle.de einen neuen Anlauf gewagt und ein paar mehr Motive online gestellt. 2011 wurden keine neuen Motive hochgeladen und verschlagwortet. Dennoch ist der Umsatz auch im Jahr 2011 wieder leicht angezogen. Die Summe bleibt trotzdem immer noch ziemlich mager.
Insgesamt konnte über Zazzle 283,24 Euro verdient werden. Ein Anstieg um ca. 250% gegenüber dem Vorjahr.
Der große Umsatz im Oktober liegt an einer Großbestellung über 75 Buttons, sowie am Verkauf einer iPad Hülle und der Bestellung von 5 Caps aus Australien.
Zazzle wird von mir dieses Jahr etwas in den Fokus gerückt. Mich will das Gefühl einfach nicht los lassen, dass da noch mehr geht.
SHIRTCITY.DE
Shirtcity.de* ist ebenfalls ein Shirtanbieter, der für mich eine Mischung aus Spreadshirt und Zazzle ist.
Hier liegt der Fokus, ebenfalls wie bei Zazzle, auf einen eigenen Shop.
Hierfür lädt man Dateien hoch, die vom Shirtcity Team geprüft werden. Wenn man Glück hat, findet der Prüfer das Motiv so gut, dass das Motiv nicht nur über Deinen eigenen Shop vermarktet werden kann, sondern auch im “Shirtcity Club” landet.
Der Shirtcity Club ist eine Auswahl von den besten Motiven der Shirtcity Shopbetreiber. Wer es mit seinem Motiv in den Club schafft, erreicht über die Shirtcityseite einige potentielle Kunden mehr.

Bereits 2008 hatte ich angefangen bei shirtcity* Grafiken hoch zu laden. Ich spreche hier von genau drei Grafiken.
Im August 2011 wagte ich einen neuen Anlauf & habe mein Portfolio auf 42 Designs ausgebaut. 24 Grafiken haben es in den “Club” geschafft.
Damit habe ich im zweiten Quartal 159,66 Euro über Shirtcity verdient. Auch das sehe ich als noch ausbaufähig an.
Weitere Quellen:
Das einbauen von Affiliate-Links in diesem Blog hat im Jahr 2011 ca. 50 Euro eingebracht. Da es sich hier um Kleckerbeträge bei verschiednenen Werbemittel-Anbietern handelt, führe ich darüber auch keine Statistik. Zumal bei keinem Anbieter das Auszahl Limit erreicht werden konnte. Die 50 Euro existieren somit nur virtuell auf diversen Accounts und sind damit nur “gefühlt” verdient worden.
Eine weitere neue Einnahme Quelle ist für mich die VG-Bild. Durch das “melden” meiner Grafiken habe ich im vergangenen Monat, für das Jahr 2010, 136,90 Euro erhalten.
Zusammenfassung:
Rechne ich alle Einnahmequellen für 2011 zusammen, kommt ein Jahresverdienst von 12.060 Euro zusammen. Ein Anstieg zum Vorjahr um gut 30%.
Pro Monat habe ich durchschnittlich 1.005 Euro durch mein Internet Engagement zur Verfügung. So langsam nähere ich mich einer Summe, an der man überlegen könnte das Ganze richtig professionell zu betreiben.
Wie oben bereits geschrieben, ist der Ertrag ab jetzt bedingungslos, weil die Arbeit hierfür vorgeleistet wurde. Auch wenn ich ab heute nix mehr tue.
Neues Ziel für das Jahr 2012: Die 15.000er Marke überschreiten!
mit * gekenntzeichnete Links sind Affiliate-Links. Wenn Du einen dieser Links anklickst und etwas kaufst, unterstützt Du diesen Blog mit ein paar Cent Provision. Wichtig: Dir entstehen dabei keine finanzielle Nachteile!
4 Kommentare »
am 18. January 2012 um 08:38 1.dernikki schrieb …
der Link zu “Shirtcity” geht nicht!
am 18. January 2012 um 10:11 2.Klaus schrieb …
Musst du von den Beträgen noch die Einkommenssteuer abziehen oder kommt die erst noch auf dich zu?
am 18. January 2012 um 13:58 3.Daniel schrieb …
Beides
Interessant gestellte Frage. Aber Einkommenssteuer wird natürlich noch abgeführt. Die UsSt ist schon runter.
am 6. February 2012 um 19:02 4.Martin schrieb …
Gratulation zur positiven Entwicklung Deiner Einnahmen und alles Gute für das neue Jahr. Ich gehöre nach wie vor zu den “Mitleidenden” auf Zazzle.
Ich denke aber dass Deine Einnahmen im Vergleich nicht schlecht sind, zumal Du ja wahrscheinlich kein großes Marketing veranstaltest. Es dauert auf Zazzle ewig lange und durchhalten scheint die einzig mögliche Parole.