Welche Motive werden von Fotolia Kunden häufig gekauft?

Geschrieben von Daniel am 25. July 2009 | Abgelegt unter Beobachtungen, Microstockagenturen

Zu der Frage, welche Motive am meisten bei Fotolia nachgefragt werden, gibt es mehrere Antworten:

Gerne werden Objekte auf einem neutralen Hintergrund gekauft, da einem Grafiker die Arbeit erleichtert wird. Dieser kann das fotografierte Objekt mit einem Klick freistellen und in Photoshop bequem weiter verarbeiten. Daher laufen sogenannte “Freisteller” recht gut.

Alle Bilder, die Menschen in Aktion abbilden, haben hohe Verkaufschancen. Allerdings gibt es da die Hürde des Modell-Releases. Das bedeutet, dass die abgebildete Person schriftlich zu der Weiterverwertung des Bildes, im geschäftlichen Sinne, zustimmen muss. Durch den Vertrag werden die Rechte am eigenen Bild teilweise aufgehoben. Liegt er nicht vor, können sehr hohe Strafen gerichtlich erwirkt werden.

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fertige Foto- Moodboards denke ich, sind noch nicht so weit verbreitet und daher eine gute Möglichkeit, viele Verkäufe zu generieren. Moodboards sollen Gefühle und/oder Emotionen bildlich sichtbar machen und bestehen meist aus mehreren Bildern nebeneinander. zB. Begriffe wie Frische, Energie, Angst, Trauer, Urbanität, Jugend etc können durch eine Ansammlung von passenden Bildern (auch farblich muss das stimmen) visualisiert werden.

Berufsspezifische Objekte (Mikroskop, Zahnarztbesteck, Presslufthammer, Holzkohleofen, Asphaltieranlage, Baukräne usw.) am besten immer in Interaktion mit einem Menschen, der etwas mit den Objekten macht. Das Model-Release kann man dabei umgehen, indem man den Menschen nicht komplett abbildet. Sprich, man darf die Person nicht erkennbar machen. Ein Arbeiter von Hinten ist meistens Ok, außer er hat ein Tattoo im nacken, welches nur er hat.
Beim Zahnarzt reicht ein offener Mund, in dem ein Zahnarztbesteck zum Einsatz kommt. Dabei wird man zwangsläufig nur den weissen Kittel und die Hand des Zahnarztes sowie die Mundhöhle des Patienten sehen können. Ein geschickter Bildaufbau macht einem die Arbeit also leichter.

Objekte in Bezug zu einander setzen

Viele fotografieren häufig nur ein Objekt. Man kann einen Schlittschuh fotografieren. Was sagt der aus? Ich bin ein Schlittschuh. Ich werde im Winter genutzt und dann muss eis sein.
Das Bild an sich ist aber tot. Da ist keine Aktion, keine Geschichte drin.

Im günstigsten Fall ist dieser auf einem neutralen Hintergrund fotografiert worden, so dass ein Grafiker damit noch was anfangen kann.
Wenn man aber einen Schlittschuh ganz nah auf dem Eis fotografiert, wo ein dicker Riss im Eis ist, ergeben sich ganz andere Anwendungsmöglichkeiten und eine oder mehrere Geschichten werden im Kopf erzeugt.

Bricht gleich das Eis? Gefahr droht! Kommt gleich die Feuerwehr und muss ihn rausziehen? Das Sprichwort “sich auf dünnem Eis bewegen” wird als Bild gezeigt.
Gleichzeitig ist aber auch klar, dass es kalt ist, wir uns im Winter befinden und man bei allem Spaß die Gefahren nicht unterschätzen darf.

Je mehr man in ein Foto interpretieren kann und je größer die Geschichte darum wird, desto mehr potentielle Anwendungsgebiete ergeben sich. Und damit mehr Verkäufe.

Künstlerisch wertvolle Bilder haben kaum eine Chance, genauso wenig wie Sonnenuntergänge oder die Hauskatze auf dem Sofa. Auch nicht wenn sie so niedlich guckt ;-)

Ich hoffe, ich konnte einigen Microstock Beginnern damit einen Arbeitsansatzpunkt geben.

2 Kommentare zu “Welche Motive werden von Fotolia Kunden häufig gekauft?”

  1. am 29. July 2009 um 11:24 1.Sven schrieb …

    Wunderbar ausfuehrlich, sehr gut :-) !

    Wie schaut es eigentlich mit den Suchbegriffen aus, ist es besser die Bilder einen englischen Titel incl. Suchbegriffe zu geben, oder eher in deutsch? Der Grossteil der Agenturen sind doch sicherlich international, somit waere eine Bezeichnung in englisch sicherlich ratsam, oder was sagen die Erfahrungen?

  2. am 5. January 2012 um 16:14 2.Horst Schmitz schrieb …

    Fotolia übersetzt automatisch alle Schlagwörter in alle möglichen Sprachen, man muss das also nicht selber tun.

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