Wieviel kann man mit Microstock verdienen
Geschrieben von Daniel am 8. April 2009 | Abgelegt unter Microstockagenturen
Yuri Arcurs, der größte Microstock Profi gab zu seiner Tätigkeit ein aufschlussreiches Interwiev im Spiegel Magazin (Ausgabe Nr.15/2009). Durch das Verkaufen von Fotos kommt monatlich ein fünfstelliger Betrag zusammen. Im Jahr verkauft Yuri über verschiedene Foto-Plattformen wie z.B. Fotolia nach eigenen Angaben ca. 1,1 Millionen Bilder pro Jahr.
Dieses Einkommen sollte zwar anfangs als Herausforderung angesehen werden, aber nicht unbedingt als eigenes Ziel.
Ohne Assistenten, Models, ein professionelles Fotostudio und Grafiker, die die Bilder nachbearbeiten, ist der Ertrag nicht zu erreichen. Die Profis sind keine hobbymäsigen Fotografen, sondern Unternehmen mit Festangestellten was mit monatlichen Kosten verbunden ist. Um ein realistisches Bild zu erhalten, kann man sich hier ansehen, wieviel ich im letzten Jahr durch den Verkauf von Fotos und Grafiken bei Fotolia verdient habe
Es gibt eine recht gute Umfrage Statistik, die zwar nicht repräsentativ ist, aber einen kleinen Eindruck über die Einkommen von Microstock Fotografen hergibt. Im Monat März 2009 gaben die Nutzer von Foto-Talk.de Auskunft über Ihre Einkünfte.
48 % der Nutzer des Forums verdienten nach eigenen Angaben bis zu 100 Euro.
30% der Nutzer gaben an, bis zu 500 Euro im Februar erwirtschaftet zu haben.
12% verdienten bis zu 1000 Euro und die letzten 10% gaben an, bis zu 5000 € verdient zu haben.
Es lässt sich zusammen fassen, dass die wenigsten von den Einkünften im Microstock Bereich leben können. Aber immerhin erwirtschaften 42% zwischen 200 Euro und 1000 Euro. Hochgerechnet also, ein zusätzliches Jahreseinkommen, welches zwischen 2400 und 12.000 Euro liegt.
Ich bin mit meinen paar hundert Euro im Monat schon ganz zufrieden. Ein netter Jahresurlaub ist auf jeden Fall drin.
3 Kommentare »
am 23. August 2010 um 22:12 1.waubert schrieb …
Hallo zusammen,
ich habe vor gut 5 Monaten meine ersten Bilder bei Fotolia und Polylooks eingestellt. Das Resultat ist ernüchternd.
Ich bin Fotograf und habe auch eine “richtige” Agentur. Die Verkäufe dort sind zwar nur sporadisch, aber dafür bekommt man auch einen ganz anderen Betrag. Das liegt bei mir zwischen 75,- und 350,- EUR pro Bild. Dafür muss ich das Bild in 50 MB als Tiff abliefern, top bearbeitet und verschlagwortet. Also bis auf die Monsterdateigröße genau wie bei Microstock-Agenturen.
Ich finde es schon bitter, wenn ein erstklassiges Foto für 0,35 EUR verkauft wird – das hat es nicht verdient. OK, jetzt sagen alle der Verdienst kommt über die Masse. Ich habe jetzt ca. 140 Bilder bei Fotolia. Das ist nicht viel, ich weiß. Aber selbst wenn ich das mal 10 nehme ist mein Verdienst so gering, das sich die Arbeit einfach nicht lohnt.
Jetzt kann man sagen, tja, deine Bilder entsprechen einfach nicht den Kundenbedürfnissen bei Fotolia. Ich denke aber schon, das ich sowohl thematisch als auch stilistisch ganz gut reinpasse.
Ehrlich gesagt habe ich zwischendurch das Gefühl, dass diese ganzen Geschichten “Großverdiener dank Microstock” fakes sind.
Naja, ich werde noch ein paar andere Agenturen ausprobieren und mal schauen was passiert. Denn das ist das Schöne: einmal verschlagwortet geht’s dann auch schnell bei anderen Agenturen an den Start.
Liebe Grüße,
Jan
am 24. August 2010 um 00:06 2.Daniel schrieb …
Moin Jan.
Ich finde Du machst tolle Bilder und man sieht, dass Du das Handwerk gelernt hast. Das Licht in Deinen Bildern ist der Hammer.
Die People strahlen Emotionen aus.
Stellst Du denn solche Bilder auch bei den Microstocks ein? Das ist dann ja echt fast Perlen vor die Säue.
Ich denke die Motive müssen für Microstock einfacher gestrickt sein und etwas weniger künstlerischen Anspruch haben. Viele Kunden beim Microstock suchen ja teilweise nur ein blödes Bild einer freigestellten Steckdose um sie auf einen StromanbieterFlyer zu beppen. Und da sie keine Lust haben das selbst zu fotografieren oder eh ein Budget für Bildeinkäufe vom Chef haben, saugen sie sich das von Microstockportalen und zahlen die paar Euronen.
Man kann es wie Yuri Arcurs machen und sich Models buchen und um die Welt fliegen und ein Heer an Mitarbeitern beschäftigen. Ich glaube, dass meistens aber auch in der Einfachheit ein gewisser Erfolg zu erwarten ist.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall mehr Verkäufe bei Deiner “richtigen” Agentur.
Grüße zurück,
Daniel
am 24. August 2010 um 16:33 3.waubert schrieb …
Hallo Daniel,
danke für das feedback.
Du hast Recht, die Bilder sind nicht ganz typische Microstock-Fotos. Trotzdem habe ich mir ehrlich gesagt einen etwas schnelleren Start erhofft.
Ich werde von der Bildsprache noch ein bisschen einfacher/eindeutiger werden und mehr Freisteller reinstellen. Mal sehen was passiert, sonst soll es halt nicht sein.
Hast Du auf meiner Homepage geschaut? Oh jee, die habe ich seit 8 Jahren nicht mehr angefasst. Umso schöner, dass Dir die Sachen trotzdem gefallen. Schau mal bei fotolia unter mitglied “lunaundmo”
Liebe Grüße, Jan